Leere
das Nichts

Das Denken war, neben der Erscheinungsform der Liebe, schon immer eines der größten Abenteuer des Lebens.
Schon 450 Jahre vor Christi Geburt Gedanken von:
 
 Peminedes von Elia
-
(aus Wikipedia kopiert)

"Wohlan, so wil ich den verkünden(Du aber nimm mein Wort zu Ohren),welche Wege der Forschung allein denkbar sind: der eine Weg; daß (das Seiende) ist und das es unmöglich nicht sein kann, das ist der Weg der Überzeugung (denn er folgt der Wahrheit), der andere aber, daß es nicht ist und daß dies Nichtsein notwendig sei, dieser Pfad ist (so künde ich Dir) gänzlich unerforschbar. Denn das Nichtseiende kannst Du weder erkennen (es ist ja unausfürbar) noch aussprechen.

 Aus diesen Zeilen lässt sich die Handlungsweise entnehmen, sich nicht mit dem Nichtseienden zu befassen,  alle Aufmerksamkeit stattdessen allein dem Seienden zukommen zu lassen. Es ist nämlich unmöglich über das Nichtseiende zu sprechen, da im selben Moment, als man von diesem etwas aussagt, dessen Sein wieder voraussetzt. Außerdem sind Sein und denken Äquivalant: Über das Nichts kann man demnach nicht nachdenken. Auf diese Weise entsteht eine Definition der Aufgabe von Wissenschaft: lohnende Forschung kann alles zu Thema haben, nur nicht das Nichts. Der Spruch des Parminedes von Elea gilt als erste Formulierung abstrakter metaphysischer Reflexion im antiken Grichenland und dient Platons Sophistes als Ausgangspunkt

Mit dieser Betrachtung von Peminedes von Elea wird so schön klar :
mit dem Fahrzeug in dem ich selber sitze kann ich mich selbst wohl unmöglich selbst überholen.  Denn immer ist die Perspektive meines    eigenen Bewusstseins, Jenes,  aus der meine zeitliche Existenz hervorgeht.
Das ist die Situation meines Daseins: Ohne die Perspektive eines separierendes Bewusstsein, kein zeitliches Dasein, keine zeitliche Geburt. 
Sicherlich ist es möglich an etwas zu glauben, was letztlich aber immer nur der Begrenzung einer eigenen Perspektive entstammen kann.

Mit unserer zeitlichen Geburt
 entsteht die Möglichkeit zum Unterscheiden.
Wir können Unterscheiden zwischen einem Denken, welches zur  zeitlichen Gestaltung und dessen Erhalt angelegt ist, und einem Denken,
welches geeignet ist, unbekannte Welten zu ermöglichen.

Mit unserer Geburt wurde ein Bewusstsein möglich, zu  Unterscheiden, zwischen dem Nichts, welches nichts weiter ist als ein Nichts, und dem gegenüber,
 eine Möglichkeit besteht, mit Hilfe eines Bewusstseins zum Nichts,
 ein Vakuum (weniger als Null) zu realisieren.
Dieses Vakuum ist nur realisierbar mit Hilfe unseres Bewusstseins,
 mit der Möglichkeit der eigenständigen Beteiligung am Ganzen,
also mit unserer Geburt in eine Zeit möglich wurde.
Grundlage des Vakuums ist; ein handelndes Bewusstsein,
  mit dem etwas realisiert werden kann.
- ein Mangel und Vakuum -


 Im Vakuum kann (originäres) Dasein entstehen,
welches weniger ist als das gegebene, normale, Nichts.

Dieses Vakuum ist so etwas wie die Aktion eines Bewusstseins.
 Es geht aus einer Erkenntnis hervor, aus der Erkenntnis, dass  sich ganz zwangsläufig etwas ereignen wird, was jeder Selbsterhaltung vorausgeht,
die sich immerzu neu formulierende Idee eines Bewusstseins.
Dieses Bewusstseins befindet sich vor der konditionierten biologischen
- üblichen - Selbsterhaltungs-Absicht.
 Ein Überraschendes wird möglich.
  
Es besteht somit eine Möglichkeit zu unterscheiden, zwischen der Annahme unserer Herkunft aus einem schon  Gott-gegeben Dasein, und dem gegenüber der Bestrebung sich aus der Ausweglosigkeit einer zeitlich biologisch herrschenden Selbsterhaltung zu befreien. 
Sich vielmehr an der Erforschung des vorzeitlichen Daseins
 in einem kreativen künstlerischen Schaffen zu beteiligen. Indem eine Möglichkeit angestrebt wird, sich aus der haftenden Magie der Vergangenheit zu befreien, 
Ein Bewusstsein wirkt, welches sich mit dem Vakuum eine Möglichkeiten realisiert,    in dem alles aus der Freiheit eines vorzeitlichen Wunderbaren,
 sich immerzu neu formulieren kann. 
 

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